Freiwillige Feuerwehr Kombach
Aus Zur Geschichte der Feuerwehren im allgemeinen*
Bis ins Mittelalter hinein gab es meistens einen Brandschutz nur in den größeren Städten. Erst als dort heftige Feuer wüteten und die Städte mehrmals komplett abbrannten, erließ man die ersten Brandschutzverordnungen. In ihnen war zum Beispiel geregelt, dass abends ab einer bestimmten Zeit alle Feuer ausgemacht werden mussten, was von einem Nachtwächter kontrolliert wurde. Es wurden auch so genannte „Türmer“ ernannt und bezahlt, die von Kirchtürmen aus Ausschau nach Bränden hielten und diese mit Glockenschlägen meldeten.
Auf den Dörfern gab es kaum Brandschutz oder er entwickelte sich nur langsam. Kam es in dieser Zeit zu Bränden, wurden diese mit einfachen zur Verfügung stehenden Mitteln wie Ledereimer, Wasserfächer und Feuerhaken bekämpft.
Ein wichtiger Schritt in der Entstehung der neuzeitlichen Feuerwehren war ganz bestimmt die Erfindung des Schlauches im 17. Jahrhundert. Er wurde zunächst aus vernähtem Leder hergestellt, später wurde das Leder vernietet und ab der Mitte des 18. Jahrhunderts wurden erstmals Hanfschläuche mit einer Gummieinlage genutzt. Und: In vielen Städten entstanden die ersten Feuerlöschverordnungen. In ihnen wurden die so genannten „Feuerknechte“ als Berufsstand festgelegt. In Wien gründete sich im Jahre 1685 schließlich die allererste Berufsfeuerwehr.
Ab dem 18. Jahr wurden in ganz Europa so genannte Rettungsgesellschaften gegründet. Großen Einfluss auf den Aufbau und die Ausstattung der Gesellschaften hatten die Franzosen, denn Napoleon hatte für Paris eine Organisation der Feuerwehr erschaffen, die auf Freiwilligkeit und unbezahltem Dienst aufbaute – zum Wohle der Städte. Dieser Gedanke sprang auch auf Deutschland über und es entstanden immer mehr Freiwillige Feuerwehren, die sich oft aus den Mitgliedern örtlicher Vereine zusammensetzten. Die Bürger wollten ihren Brandschutz selbst in die Hand nehmen, auf eine organisierte Art und Weise.
Erst etwas später entstanden die ersten Berufs- oder Pflichtfeuerwehren, in denen die Feuerwehrleute für Ihre Arbeit bezahlt wurden. Diese waren sehr gut und modern geschult und konnten technisch mit den neuesten Geräten ihrer Zeit arbeiten. Zunächst wurde die Löschausrüstung noch von Pferden zu den Einsatzorten gezogen, später übernahmen Dampfmaschinen, so genannte Dampfspritzenwagen, diese Aufgabe.
Da die Häuser nun zunehmend aus Stein und nicht mehr aus Holz gebaut wurden, gab es im Laufe der Zeit immer weniger Brände die bekämpft werden mussten. So konnte die Feuerwehren auch andere Rettungs- und Schutzaufgaben zu übernehmen.
Heute sind Feuerwehren für die verschiedensten Aufgaben zuständig:
Retten, Löschen, Bergen, Schützen – mit diesen Schlagworten lassen sich die Arbeitsbereiche einer modernen Feuerwehr heute gut zusammenfassen.
